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BIOGRAPHIE

"Phenomenal, this is true musicianship!"

Lynn Harrell

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Der deutsch-isländische Geiger Sindri Lederer gilt als einer der prägenden Kammermusiker seiner Generation. Als Gründungsmitglied und Primarius des international renommierten Notos Quartetts prägt er maßgeblich den künstlerischen Charakter eines Ensembles, das von Presse und Publikum als „eine der herausragenden Kammermusikformationen der Gegenwart“ (FONO FORUM) gefeiert wird.

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Seit der Gründung des Notos Quartetts im Jahr 2007 führten ihn zahlreiche internationale Konzerttourneen in die bedeutendsten Konzertsäle Europas, darunter die Elbphilharmonie Hamburg, die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus Wien, die Wigmore Hall London, das Concertgebouw Amsterdam, die Tonhalle Zürich, BOZAR Brüssel sowie das Teatro La Fenice in Venedig. Darüber hinaus konzertierte er in Nordamerika, Australien und Asien, unter anderem in den USA, China, Japan und Südostasien, sowie bei renommierten Festivals wie dem Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Festival Mecklenburg-Vorpommern, Lockenhaus und Montpellier Radio France.

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Als Mitglied des Notos Quartetts wurde Sindri Lederer mit sechs ersten Preisen und zahlreichen Sonderpreisen bei internationalen Wettbewerben in Europa und Asien ausgezeichnet. Zu den wichtigsten Ehrungen zählen der ECHO Klassik sowie der Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland.

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Ein zentraler Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt in der Verbindung von klassischem Kernrepertoire, zeitgenössischer Musik und musikgeschichtlicher Entdeckungsarbeit. Zahlreiche ihm und dem Ensemble gewidmete Werke wurden unter seiner Mitwirkung uraufgeführt, unter anderem von Beat Furrer, Bernhard Gander, Garth Knoxund Bryce Dessner. Zugleich engagiert sich Sindri Lederer für die Wiederentdeckung vergessener Werke, was sich eindrucksvoll in den vielfach ausgezeichneten Aufnahmen des Notos Quartetts bei Sony Classical widerspiegelt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte insbesondere die Weltersteinspielung des Klavierquartetts von Béla Bartók, die als musikhistorische Referenzaufnahme gewürdigt wurde.

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Sindri Lederer tritt neben seiner Tätigkeit als Geiger des Notos Quartett regelmäßig als Violinist und Violist solistisch sowie auch kammermusikalisch auf und ist regelmäßig Gastkonzertmeister bedeutender Klangkörper. Zu seinen Kammermusikpartnern zählten u.a. David Geringas, Jens Peter Maintz, Ingolf Turban, Daniel Gaede, Wolfram Christ, Sebastian Klinger, Gregor Sigl, Nina Tichman, Dominik Wagner, Wies de Boevé, Tobias Feldmann sowie Fabian Müller.

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​Außerdem konnte Sindri Lederer schon vielfache interdisziplinäre Projekte verschiedenster Art verwirklichen u.a. mit PartnerInnen wie Bjarne Mädel, Angelika Richter, Gerit Kling, Jonathan Bepler dem Bundesjugendballett und als Gast bei visionären Ensembles wie O/Modernt, Skark und Ensemble Ruhr mitwirken.

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Große mediale Resonanz erfährt seine Arbeit durch zahlreiche Konzertmitschnitte, Porträts und Interviews bei ARD, ZDF, Deutschlandfunk, BBC, France Musique, ORF, NHK Japan und IPR USA.

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Über die Musik hinaus bezieht Sindri Lederer klar Stellung zu gesellschaftlichen Fragen. 2018 gab er gemeinsam mit dem Notos Quartett den zuvor verliehenen ECHO Klassik aus Protest gegen antisemitische und menschenverachtende Inhalte in der ECHO-Pop-Verleihung zurück und löste damit eine weitreichende kulturpolitische Debatte aus.

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Als leidenschaftlicher Pädagoge widmet er sich intensiv der Förderung junger Musiker. Er unterrichtete unter anderem am Royal Northern College of Music in Manchester, leitete internationale Meisterkurse und ist Mitbegründer der Notos Chamber Music Academy, die seit 2019 in Zusammenarbeit mit der Jeunesses Musicales Deutschland stattfindet. Seit 2025 lehrt Sindri Lederer Violine an der Musikhochschule Lübeck.

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Seine musikalische Ausbildung erhielt Sindri Lederer bei Prof. Uwe-Martin Haiberg an der Universität der Künste Berlin sowie bei Prof. Günter Pichler an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid. Zu seinen künstlerischen Mentoren zählten außerdem u.a. Mitglieder des Alban Berg Quartetts, des Mandelring Quartetts, Menahem Pressler, András Schiff und Clemens Hagen.

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Sindri Lederer spielt eine Violine von Nicolò Gagliano und ist Pirastro Artist.

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